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Bildungsstreik – was nun Frau
Merkel
Vor gut einem Jahr – nämlich im Juni
2008 machte Angela Merkel Bildungspolitik zur Chefsache. „Wohlstand
für alle heißt heute Bildung für alle“, so hörte man sie reden.
„Bildung sei der Schlüssel zur Integration und Lehrer eines der
wichtigsten Berufe.“
Und dann lud sie im Oktober letzten
Jahres zum Bildungsgipfel nach Dresden. Vorher wollte sie aber noch
durch die Lande reisen, (sie reist ja gerne, unsere Kanzlerin) um
sich vor Ort zu informieren. Und so standen auf dem Programm neben
Kitas auch Elterninitiativen und Seniorenfakultäten. Alles schön
und gut, hätte der Bildungsgipfel nicht mit einer
Bund-Länder-Blockade geendet. Fazit der „Veranstaltung“ – es
gibt eine „Strategiegruppe“, die alles richten soll…
Das diese „Bildungsreise“ und der
Bildungsgipfel dem Steuerzahler Geld gekostet hat - das steht fest.
Ob sich diese Gelder rechnen – bleibt
fraglich!
Nun ist über ein Jahr vergangen, seit
die Kanzlerin die Bildungsrepublik Deutschland ausrief, doch wohin
hat uns „die Reise“ geführt?
Zu einem
bundesweiten Bildungsstreik. Eine Woche lang sind Schüler und
Studenten auf die Straße gegangen. Haben mit zahlreichen,
phantasievollen Aktionen auf die Bildungsmisere in unserem Land
aufmerksam gemacht. Haben berechtigte Forderungen aufgestellt: Wollen
eine Schule für alle, weg vom dreigliedrigen Schulsystem, wollen
mehr Lehrer und kleinere Klassen und sprechen sich für eine
Demokratisierung des Schulsystems aus. Auch der Ruf nach kostenloser
Bildung wurde lauter und wenn Frau Merkel, Bildung für alle
propagiert, dann wird es Zeit, dass sie diesen „Hilferuf“ erhört
. …wenn die
Wirtschaft ruft.
Dann stößt
diese auch nicht auf taube Ohren. Dann kann geht im Kanzleramt auch
schon mal nachts nicht das Licht aus.
Übrigens: Eines
haben Schüler und Studenten auch noch bewiesen – diese jungen
Menschen haben begriffen, dass der Einfluss der Wirtschaft auf die
Schulen gestoppt werden muss!
Also, liebe Frau Merkel, warum nicht
von der Jugend lernen?
Ilona Küchler, Sprecherin KV-Mettmann
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